Quellen und Aktualisierung
Die Sonntagsfragen stammen aus der DAWUM API. Die Originalumfragen mit Institut, Befragtenzahl und Erhebungszeitraum stehen auf den jeweiligen Parlamentsseiten. Nicht jede Quelle liefert alle Metadaten. Veröffentlichungsdatum und Erhebungszeitraum sind unterschiedliche Angaben.
Im Betrieb ist ein Umfragenabruf alle sechs Stunden vorgesehen. Ein Abruf bedeutet nicht automatisch neue Daten. Datenstatus und CSV-Downloads zeigen den gespeicherten Stand. Regionale Kennzahlen stammen von Eurostat, Kartengrenzen von GISCO / EuroGeographics. Wikipedia-Aufrufe kommen von Wikimedia; Google Trends ist eine optionale Quelle.
Der Wochenmedian
Wir ordnen jede Umfrage anhand ihres Veröffentlichungsdatums einer ISO-Kalenderwoche (Montag bis Sonntag) zu. Für jede separat ausgewiesene Partei berechnen wir den Median: den mittleren Wert der sortierten Umfrageergebnisse, bei gerader Anzahl den Mittelwert der beiden mittleren Werte.
Alle Umfragen zählen gleich. Wir gewichten weder nach Stichprobengröße noch nach Institut und modellieren keine Institutseffekte. Ein Institut mit mehreren Veröffentlichungen kann mehrfach eingehen. Die laufende Woche ist unvollständig und kann sich mit weiteren Umfragen ändern. Wochenmediane verschiedener Parteien müssen zusammen nicht 100 Prozent ergeben.
CDU und CSU werden in der gemeinsamen Kategorie CDU/CSU geführt. BSW, Freie Wähler, SSW und andere Parteien bleiben sichtbar, wenn die Quelle sie separat ausweist. „Sonstige“ ist eine Sammelkategorie, keine Partei. Historische Einzelumfragen und Downloads enthalten auch Parteien, die aktuell nicht mehr separat ausgewiesen werden.
Fehlende Werte sind nicht null Prozent
Ein aktueller Überblick bezieht sich auf die jüngste belegte Umfragewoche des jeweiligen Parlaments. Fehlt eine Partei in dieser Woche, zeigen wir keinen älteren Wert als aktuellen Wert an. Auf den Parlamentsseiten bleibt das tatsächliche Veröffentlichungsdatum sichtbar – auch wenn es lange zurückliegt.
Veränderungen zur Vorwoche sowie nach vier, acht oder zwölf Wochen vergleichen exakt diese Kalenderwochen. Fehlt einer der Werte, steht dort „—“. Eine Umfrage von vor zwei Jahren ist kein Ersatz für die Vorwoche. Zeitfenster mit acht oder zwölf Wochen meinen Kalenderzeit, nicht die letzten acht oder zwölf vorhandenen Messpunkte.
Streuung und Datenabdeckung
Das Band im Zeitverlauf reicht vom ersten bis zum dritten Quartil (Q1–Q3). Es beschreibt die mittleren 50 Prozent der Umfragewerte dieser Woche. Es ist weder Konfidenzintervall noch statistische Fehlertoleranz und berücksichtigt keine gemeinsame Verzerrung aller Institute. Bei nur einer Umfrage hat das Band keine Breite.
Die durchschnittliche Quartilsbreite verwendet nur belegte Wochen im angegebenen Kalenderfenster. Die Abdeckung zählt dagegen auch Wochen ohne Umfrage als null. Beides wird getrennt ausgewiesen. Die historische Linie zwischen Messpunkten dient der Orientierung; sie ist keine zusätzliche Beobachtung.
Koalitionssummen sind keine Sitzprognose
Koalitionswerte addieren die Wochenmediane der ausgewählten Parteien aus derselben Woche. Fehlt ein Parteiwert, ist die Summe nicht verfügbar. Sperrklauseln, Überhang, regionale Sonderregeln und die Verteilung von Mandaten werden nicht modelliert. Mehr oder weniger als 50 Prozent in dieser Darstellung ist deshalb keine belastbare Aussage über eine parlamentarische Mehrheit.
Ländervergleiche und Karte
Jedes Bundesland wird durch seine jüngste gemeinsame Umfragewoche repräsentiert. Für vergleichende Karten und regionale Analysen verwenden wir nur Landesumfragen, deren Veröffentlichungsdatum höchstens 180 Tage vor dem gespeicherten DAWUM-Quellenstand liegt. Ältere Landeswerte werden ausgeschlossen und bleiben auf der jeweiligen Umfrageseite abrufbar.
Die verbleibenden Landesumfragen sind trotzdem nicht gleichzeitig erhoben worden. Die Datentabelle über den Analysen nennt die Bezugstage. Die Umfragekarten verwenden eine gemeinsame Skala von 0 bis 50 Prozent; höhere Werte erhalten die dunkelste Farbe. Der genaue Wert bleibt in der Beschriftung verfügbar.
Eurostat-Kennzahlen können aus unterschiedlichen Jahren stammen. Die Jahrgänge stehen an den Kennzahlen; fehlende Werte werden nicht interpoliert. Länderwerte und ihre Mittelwerte sind nicht automatisch bevölkerungsgewichtete Deutschlandwerte.
Regionale Zusammenhänge
Pearson beschreibt lineare, Spearman rangbasierte Zusammenhänge. Ein Korrelationswert wird erst ab zehn vollständigen Wertepaaren ausgewiesen. Damit können besonders bei kleinen oder regionalen Parteien zu wenige Länder für eine Auswertung vorliegen.
Die stärksten positiven und negativen Zusammenhänge sind eine explorative Auswahl aus vielen geprüften Kennzahlen. Die Auswahl kann Zufallsmuster hervorheben; es erfolgt keine Bestätigung einer vorab festgelegten Hypothese und keine Korrektur für Mehrfachvergleiche. Länderzusammenhänge erlauben keine Rückschlüsse auf das Wahlverhalten einzelner Menschen (ökologischer Fehlschluss). Auch ein hoher Wert belegt keine Ursache.
Parteienprofile vergleichen Landeswerte mit dem ungewichteten Mittel der verfügbaren Länder derselben Partei. Ein z-Wert gibt die Abweichung in Standardabweichungen an. Profil-Dimensionen vergleichen Kennzahlen der fünf relativ stärksten Länder mit dem Mittel der verfügbaren Landesdaten. „Stark“ bedeutet hier relativ zur eigenen regionalen Verteilung, nicht stärkste Partei im Land.
Ereignisse: davor und danach
Die Zeitleiste ist eine redaktionelle, nicht vollständige Auswahl. Quellen und Bezugstage stehen auf jeder Ereignisseite. Bei längeren Debatten ist ein einzelner Marker nur ein zeitlicher Anker.
Der Vorher-/Nachher-Vergleich bildet jeweils den Median der Wochenmediane in den vier Kalenderwochen vor bzw. nach der Ereigniswoche. Die Ereigniswoche selbst wird ausgeschlossen. Pro Seite müssen mindestens zwei belegte Wochen vorliegen. Die Diagrammauswahl von ±4, ±8 oder ±12 Wochen verändert nur den sichtbaren Verlauf, nicht das feste Vergleichsfenster der Tabelle.
Der Vergleich isoliert keinen Ereigniseffekt: Umfragen können teilweise vorher erhoben worden sein, mehrere Ereignisse überlappen, und unterschiedliche Institute können beteiligt sein. Die Differenz ist eine Beschreibung des zeitlichen Verlaufs, keine kausale Wirkungsanalyse.
Aufmerksamkeit ist keine Zustimmung
Wikipedia-Aufrufe und Suchinteresse messen öffentliche Aufmerksamkeit. Positive und negative Berichterstattung können beide zu hohen Werten führen. Zur Darstellung werden Reihen je Person im gewählten Zeitraum auf 0–100 normalisiert. 100 bedeutet den persönlichen Höchstwert in dieser Auswahl, keine hundertprozentige Zustimmung und keine gleiche absolute Reichweite verschiedener Personen.
Der Abrufzeitpunkt einer Datei kann neuer sein als die letzten Messwerte, etwa bei einer nicht erreichbaren Quelle. Deshalb werden die tatsächlichen letzten Datenwochen je Person separat ausgewiesen.
Fehler gefunden?
Die Methodik und die Ereignisauswahl verantwortet die Redaktion von umfrage-wahl.de. Kontaktdaten stehen im Impressum. Hinweise mit Quelle und betroffener URL bitte an info@softdev-berlin.de.